Methoden

Ausleitung

Die Ab- und Ausleitungsverfahren können auf eine wechselvolle Vergangenheit zurückblicken und haben sich heute einen festen Platz in der alternativen Medizin erkämpft. Sie werden Hippokrates von Kos zugeschrieben (460 bis 359 v.Chr.). Er erklärte die Ursache von Krankheiten aus dem Ungleichgewicht (Dyskrasie) der vier Körpersäfte Blut, Schleim, gelbe Galle und schwarze Galle.
Die Gesundheit besteht bei Ausgeglichenheit der Körpersäfte (Eukrasie).
Die Ausleitungsverfahren sind Behandlungsmethoden, mit deren Hilfe die Ausgewogenheit der Säfte wieder hergestellt werden soll.
„Schlechte Säfte" sammeln sich kraft vielerlei Ursachen im menschlichen Körper. Erwähnt seien die Konsumgifte wie Kaffee, Nikotin, Alkohol, aber auch übermäßiger oder einseitiger Nahrungskonsum. Auch eine Funktionsschwäche von Nieren, Leber, Haut, Lunge und Darm sind hier als Ursachen zu nennen, denn für den Körper ist es einerlei, ob ihm zu viele Schadstoffe zugeführt werden oder ob er sie nicht ausscheiden kann.

Die Naturheilpraxis Huxol in Berlin-Steglitz bietet Ihnen folgende Ab- und Ausleitungsverfahren u. a. an :

Schröpfen

Das Schröpfen ist ebenfalls eine Therapiemethode, die seit Tausenden von Jahren in der Volksmedizin bekannt ist. Sie lässt sich sehr gut mit den ayurvedischen Behandlungen kombinieren.

Trockenes und blutiges SchröpfenDie Ausleitung stellt in der Alternativmedizin die Ausgewogenheit der Säfte wieder her. Schröpfen zur Stoffwechselanregung.

Beim Schröpfen wird mit Schröpfgläsern ein Unterdruck auf der Haut erzeugt. Die Haut wird in den Schröpfkopf hineingesogen, und es entsteht an dieser Stelle eine starke Durchblutung. Es entstehen weiterhin Hämatome (Blutergüsse), die einen starken Reiz bewirken. Dieser Reiz aktiviert die örtlichen körpereigenen Heilkräfte. Des Weiteren kommt es durch die verstärkte Durchblutung zu einer Anregung des Stoffwechsels. Es können schneller Stoffe ausgeschieden werden, die Schmerzen und Krämpfe verursachen. Das Schröpfen bewirkt außerdem die Aktivierung von Reflexzonen am Rücken, die in enger Beziehung zu inneren Organen stehen und auf diese einwirken. Ein erneutes Schröpfen ist nach 7 Tagen, frühestens nach 3 Tagen möglich.

Schröpfen wird gegen eine Vielzahl von Beschwerden eingesetzt, unter anderem Migräne, Rheuma, Lungenkrankheiten, Bandscheibenprobleme, Hexenschuss, Gelbsucht, Nierenschwäche und Bluthochdruck etc.

Baunscheidtverfahren

Das Baunscheidtieren ist von dem Lehrer und Erfinder Carl Baunscheidt (1809 – 1873) entwickelt worden. Hierbei wird durch ein Nadelinstrument (so genannter Lebenswecker) und ein hautreizendes Öl ein künstliches Exanthem erzeugt.
Der behandelte Bereich erfährt eine stärkere Durchblutung und eine angenehme Wärmeentwicklung, wodurch Gift- und Schlackenstoffe vermehrt ausgeschieden werden. Eingesetzt wird dieses Verfahren vor allem bei Muskelverspannungen und Muskelkrämpfen, aber auch bei anderen Indikationen wie z. B. Rücken- und Gelenkschmerzen.

Blutegel

Blutegel injizieren während des Saugvorganges medizinisch wirksame Stoffe mit unterschiedlichen Wirkungen (v.a. gerinnungshemmend und antiphlogistisch), die sie bei einer Vielzahl von Krankheiten einsetzbar macht, z.B. Krampfadern, Arthrose und Arthritis.
Es werden 1–12 Blutegel gesetzt (je nach Schwere des Leidens und der Blutfülle), oft an den Beinen oder am Rücken. Der Egel wird so lange auf der Haut gelassen, bis er sich nach ca. einer Stunde vollgesogen hat und abfällt.
Die Blutegel scheiden ein spezielles Sekret (Hirudin) aus, das die Blutgerinnung hemmt. Dies hat ein erwünschtes längeres Nachbluten zur Folge, was maßgeblich zur lokalen Entstauung beiträgt. Der Patient sollte sich deshalb für eine Blutegeltherapie genügend Zeit nehmen. Meist werden die Egel
morgens angesetzt; abends wird dann vom Heilpraktiker der letzte Verbandswechsel vorgenommen.

Die Ausleitung über den Darm und die Nieren

Dies ist ein allgemeines Verfahren, bei dem der gesamte Darmtrakt einer gründlichen Reinigung unterzogen und die Nieren zu einer vermehrten Ausscheidung angeregt werden. Beides wird entweder durch Heilpflanzen (Phytotherapeutika) oder aber mit Bittersalzen erreicht. Die Anwendung sollte am besten kurmäßig in einem Rahmen von ein bis vier Wochen durchgeführt werden. Ein erwünschter Nebeneffekt ist die Anregung sämtlicher Verdauungsorgane zur vermehrten Tätigkeit. Dieses Verfahren ist als Frühjahrskur, aber auch als Begleittherapie geeignet.

Angebot

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