Heilen mit Pilzen (Mykotherapie)

In der asiatischen Medizin werden schon seit langem Pilze zur Vorbeugung und zur Behandlung von Krankheiten in der Ernährung berücksichtigt. Die Pilztherapie (Mykotherapie) ist innerhalb der alternativen Medizin noch wenig bekannt, aber die Bedeutung wächst. Pilze liefern viele Vitalstoffe. Außer einer Menge an B-Vitaminen enthalten Pilze etliche Mineralstoffe wie Kalium, Magnesium, Phosphor, Eisen, Mangan, Selen und Zink sowie Ballaststoffe, lebensnotwendige Eiweißbausteine und die für das Immunsystem wichtigen Glukane und Polysaccharide. Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass verschiedene Pilze einen positiven Einfluss auf Alterdiabetes, Bluthochdruck, Gicht und Krebs haben. Heilpilze stabilisieren das Immunsystem, entsäuern und entgiften den Körper und haben eine zellerneuernde Wirkung. Gerade bei chronischen Erkrankungen ist die Behandlung mit Heilpilzen sehr geeignet auch wie es nicht zu unerwünschten Nebenwirkungen kommt. Seit einigen Jahren wird der Wert der Pilze in unserer Ernährung auch in westlichen Ländern geachtet.


Folgende Heilpilze werden in meiner Praxis verwendet und haben bei den verschiedensten Krankheiten eine sehr positive Wirkung:

Affenkopfpilz oder Igelstachelbart (Hericium erinaceus)
ist ein Speisepilz und wird geschätzt in Bezug auf die blutgerinnungshemmende Wirkung sowie Stärkung des Immunsystems. Er wirkt beruhigend auf die Magen- und Darmschleimhäute und hilft daher bei Gastritis, Reflux, Sodbrennen und Übersäuerung.

Austernpilz (Pleurotus ostreatus)
wirkt Osteoporose vor, entspannt Muskeln, Sehnen und Gelenke. Er ist reich an Vitaminen des B-Komplexes. 

Puppenkernkeule (Cordyceps sinensis)
wirkt unterstützend auf die Niere. Außerdem reguliert er das Immunsystem und wirkt positiv auf die Atmungsorgane und das Herz.

Eichhase (Polyporus umbellatus)
ist ein Speisepilz und wird aufgrund seiner gesundheitsfördernden Wirkung in Bezug auf gezielte Entwässerung sowie die tumorhemmende Wirkung geschätzt.  Wassereinlagerungen und Lymphstau werden durch den büschelförmigen Pilz verhindert.

Judasohr (Auricularia polytricha)
wird aufgrund seiner gesundheitsfördernden Wirkung als Diätetikum bei Gicht und Verstopfung geschätzt. Er fördert die Durchblutung und hilft Thrombosen zu verhindern.

Klapperschwamm (Maitake)
ist ein Speisepilz und wird aufgrund seiner gesundheitsfördernden Wirkung in Bezug auf Bluthochdruck und Krebs geschätzt. Mit ihm kann man auf natürliche Weise abnehmen und die Cholestrinwerte absenken.

Glänzender Lackporling (Reishi)
Aufgrund seiner holzigen Beschaffenheit gehört er nicht zu den Speisepilzen. In der Naturheilkunde wird er eingesetzt als unterstützendes Mittel bei Krebserkrankungen, zur Senkung des Blutdrucks und des Cholesterinspiegels. Er wirkt Leber regenerierend und somit entgiftend. Auch ein sehr gutes Mittel gegen Neurodermitis.

Shiitake (Lentinus edodes)
ist ein Speisepilz und wird aufgrund seiner vielfältigen gesundheitsfördernden Wirkungen und seines festen, saftigen und aromatischen Fleisches geschätzt. Er wird als „König der Heilpilze“ bezeichnet.

Schopftintling (Coprinus comatus)
ist ein Speisepilz und wird in der fernöstlichen Medizin als Mittel gegen Verstopfung und Hämorrhoiden geschätzt. Er hat eine stark Blutzucker senkende Wirkung.

Schmetterlingstramete (Coriolus versicolor)
stärkt das Immunsystem, leitet Toxine aus und hilft gegen Müdigkeit.

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